§ 01
Wave & Frequenz
Universal converter zwischen Frequenz, Periode, Wellenlänge und Samples.Universal Converter
f · T · λ · samples — alle Felder editierbar
Was: Frequenz, Periode, Wellenlänge und Samples — alles dasselbe Phänomen in 4 Einheiten.
Wann: Wenn du wissen willst "wie groß ist 100 Hz physisch?" oder "wieviele Samples sind 5 ms?"
Wie: Beliebiges Feld editieren — die anderen drei rechnen automatisch mit.
Was tun: Bei Sub-Spacing auf λ (Wellenlänge) achten, bei Latency-Checks auf Samples, bei Comb-Filter-Diagnose auf Periode.
Tipp: 100 Hz ≈ 10 ms ≈ 3.43 m bei 20°C — gut zum Auswendiglernen als Anker.
Wann: Wenn du wissen willst "wie groß ist 100 Hz physisch?" oder "wieviele Samples sind 5 ms?"
Wie: Beliebiges Feld editieren — die anderen drei rechnen automatisch mit.
Was tun: Bei Sub-Spacing auf λ (Wellenlänge) achten, bei Latency-Checks auf Samples, bei Comb-Filter-Diagnose auf Periode.
Tipp: 100 Hz ≈ 10 ms ≈ 3.43 m bei 20°C — gut zum Auswendiglernen als Anker.
Frequenz
Hz
Periode
ms
Wellenlänge λ
m
Samples
smp
Abgeleitete Werte
½ λ—
¼ λ—
¼ λ Periode—
Oktave höher—
f = 1/T · 1000 · λ = c/f · smp = SR/f
Phasen-Delay
Phasenverschiebung in Zeit
Was: Wandelt Phase (°) bei einer Frequenz in Zeit-Offset (ms / Samples) um.
Wann: Beim Time-Alignment Sub↔Top, Phase-Tuning, oder Verstehen warum kleine Delays große Filter-Effekte machen.
Wie: Phase und Frequenz eintippen → Zeit-Offset und Samples werden berechnet.
Was tun: 180° = perfekte Auslöschung, 0°/360° = perfekte Summation. Werte dazwischen erzeugen Comb-Filter.
Tipp: 90° bei 1 kHz = 250 µs. Diese Zahl im Kopf ist Gold wert beim Live-Tuning.
Wann: Beim Time-Alignment Sub↔Top, Phase-Tuning, oder Verstehen warum kleine Delays große Filter-Effekte machen.
Wie: Phase und Frequenz eintippen → Zeit-Offset und Samples werden berechnet.
Was tun: 180° = perfekte Auslöschung, 0°/360° = perfekte Summation. Werte dazwischen erzeugen Comb-Filter.
Tipp: 90° bei 1 kHz = 250 µs. Diese Zahl im Kopf ist Gold wert beim Live-Tuning.
Phase
°
Frequenz
Hz
Resultat
Zeit-Offset—
↳ in Samples—
Periode bei f—
t = (φ/360) × T · T = 1000/f
Bandbreite
Oktaven zwischen 2 Frequenzen
Was: Bandbreite in Oktaven zwischen zwei Frequenzen, plus Mittenfrequenz und Q-Faktor.
Wann: Beim parametrischen EQ — wie breit muss die Glocke werden, um den Bereich zu treffen?
Wie: Untere und obere −3 dB-Frequenz eintippen.
Was tun: 1/3 Oktave (Q ≈ 4.3) für gezielten Notch, 1 Oktave (Q ≈ 1.4) für tonale Korrekturen, 2 Oktaven für sanfte Shelf-Wirkung.
Tipp: Schmaler Q = chirurgisch (Feedback weg, Rest unberührt). Breiter Q = musikalisch (Charakter ändern, ohne stechend zu klingen).
Wann: Beim parametrischen EQ — wie breit muss die Glocke werden, um den Bereich zu treffen?
Wie: Untere und obere −3 dB-Frequenz eintippen.
Was tun: 1/3 Oktave (Q ≈ 4.3) für gezielten Notch, 1 Oktave (Q ≈ 1.4) für tonale Korrekturen, 2 Oktaven für sanfte Shelf-Wirkung.
Tipp: Schmaler Q = chirurgisch (Feedback weg, Rest unberührt). Breiter Q = musikalisch (Charakter ändern, ohne stechend zu klingen).
Untere Frequenz
Hz
Obere Frequenz
Hz
Resultat
Bandbreite—
Mittenfrequenz—
Q (gerundet)—
BW = log₂(f_h / f_l) · f_c = √(f_l × f_h)
Frequenz-Intervall
Halbtöne aufwärts/abwärts
Was: Übersetzt Halbtonschritte in Frequenz-Verhältnis (musikalische Logik).
Wann: Bei Pitch-Tuning, Feedback-Hunting auf musikalisch sinnvollen Punkten, oder zum Verstehen warum bestimmte EQ-Boosts harmonisch klingen.
Wie: Referenz-Frequenz und Halbtonschritte (±) eintippen.
Was tun: 12 Halbtöne = Oktave (×2), 7 = Quinte (×1.5), 4 = große Terz, 0 = Grundton. Diese Verhältnisse klingen "natürlich" zusammen.
Tipp: Beim Feedback-Hunting → in Halbtonschritten suchen statt Zufalls-Frequenzen. Resonanzen folgen oft musikalischen Mustern.
Wann: Bei Pitch-Tuning, Feedback-Hunting auf musikalisch sinnvollen Punkten, oder zum Verstehen warum bestimmte EQ-Boosts harmonisch klingen.
Wie: Referenz-Frequenz und Halbtonschritte (±) eintippen.
Was tun: 12 Halbtöne = Oktave (×2), 7 = Quinte (×1.5), 4 = große Terz, 0 = Grundton. Diese Verhältnisse klingen "natürlich" zusammen.
Tipp: Beim Feedback-Hunting → in Halbtonschritten suchen statt Zufalls-Frequenzen. Resonanzen folgen oft musikalischen Mustern.
Referenz
Hz
Halbtöne (±)
st
Resultat
Resultierende Frequenz—
Intervall—
f_out = f_ref × 2^(n/12)
Oktav-Segmente
Tertien, Quinten, Oktaven
Was: Zerlegt Oktav-Schritte ab einer Referenzfrequenz in Tertien, Quinten und Oktaven.
Wann: RTA-Setup, Multi-Band-Compressor-Aufteilungen, oder feines EQ-Tuning auf musikalisch logischen Punkten.
Wie: Referenz-Frequenz eintippen — die Tabelle zeigt alle harmonischen Punkte.
Was tun: Drittel-Oktav (1/3) = klassisches Live-RTA. Sechstel-Oktav (1/6) = mittlere Auflösung. Zwölftel (1/12) = sehr fein. Vierundzwanzigstel (1/24) = Smaart-Niveau.
Tipp: Die menschliche Wahrnehmung erkennt Frequenzdifferenzen ab ~1/6 Oktave gut, darunter wird's zunehmend irrelevant.
Wann: RTA-Setup, Multi-Band-Compressor-Aufteilungen, oder feines EQ-Tuning auf musikalisch logischen Punkten.
Wie: Referenz-Frequenz eintippen — die Tabelle zeigt alle harmonischen Punkte.
Was tun: Drittel-Oktav (1/3) = klassisches Live-RTA. Sechstel-Oktav (1/6) = mittlere Auflösung. Zwölftel (1/12) = sehr fein. Vierundzwanzigstel (1/24) = Smaart-Niveau.
Tipp: Die menschliche Wahrnehmung erkennt Frequenzdifferenzen ab ~1/6 Oktave gut, darunter wird's zunehmend irrelevant.
Referenz
Hz
über Referenz
⅓ Oktave Grosse Terz—
½ Oktave Tritonus—
⅔ Oktave Kleine Sexte—
1 Oktave Oktave—
unter Referenz
⅓ Oktave Grosse Terz—
½ Oktave Tritonus—
⅔ Oktave Kleine Sexte—
1 Oktave Oktave—
§ 02
Pegel & dB
Lineare ↔ logarithmische Umrechnung, Summierung, Headroom.Linear → dB
Voltage / Schalldruck-Änderung
Was: Wandelt linearen Faktor (z.B. doppelte Spannung) in dB-Änderung um.
Wann: Wenn du Spannungs-/Pegel-Verhältnisse (z.B. Mess-Werte am Voltmeter, ADC-Levels) in vertraute dB-Werte umrechnen willst.
Wie: Referenz-Wert (z.B. 1 V Nominal) und Mess-Wert eintippen.
Was tun: Faktor 2 = +6 dB, Faktor 0.5 = −6 dB, Faktor 10 = +20 dB. Bei Spannungsmessungen am Mixer-Output diese Logik nutzen.
Tipp: Bei Power (W) statt Voltage gilt 10·log statt 20·log — doppelte Leistung = +3 dB.
Wann: Wenn du Spannungs-/Pegel-Verhältnisse (z.B. Mess-Werte am Voltmeter, ADC-Levels) in vertraute dB-Werte umrechnen willst.
Wie: Referenz-Wert (z.B. 1 V Nominal) und Mess-Wert eintippen.
Was tun: Faktor 2 = +6 dB, Faktor 0.5 = −6 dB, Faktor 10 = +20 dB. Bei Spannungsmessungen am Mixer-Output diese Logik nutzen.
Tipp: Bei Power (W) statt Voltage gilt 10·log statt 20·log — doppelte Leistung = +3 dB.
Referenz-Wert
Mess-Wert
Resultat
dB Änderung—
Multiplikator—
% Änderung—
dB = 20 × log₁₀(V_meas / V_ref)
dB → Linear
Logarithmus zurück in Faktor
Was: Wandelt dB-Werte zurück in Spannungs- bzw. Leistungs-Faktoren.
Wann: Wenn du z.B. weißt "der Mix ist 6 dB zu laut" und konkret berechnen willst um wie viel die Endstufe weniger Strom liefern muss.
Wie: dB-Wert eintippen → Voltage- und Power-Faktor + %-Wert.
Was tun: +6 dB = ×2 Spannung = ×4 Leistung. −10 dB = ×0.32 Spannung = ×0.1 Leistung. Hilfreich beim Endstufen-Sizing.
Tipp: Faustregel: −3 dB ≈ halbierte Leistung, −6 dB ≈ halbierte Spannung, −10 dB ≈ "halb so laut" wahrgenommen.
Wann: Wenn du z.B. weißt "der Mix ist 6 dB zu laut" und konkret berechnen willst um wie viel die Endstufe weniger Strom liefern muss.
Wie: dB-Wert eintippen → Voltage- und Power-Faktor + %-Wert.
Was tun: +6 dB = ×2 Spannung = ×4 Leistung. −10 dB = ×0.32 Spannung = ×0.1 Leistung. Hilfreich beim Endstufen-Sizing.
Tipp: Faustregel: −3 dB ≈ halbierte Leistung, −6 dB ≈ halbierte Spannung, −10 dB ≈ "halb so laut" wahrgenommen.
dB Wert
dB
Resultat
Voltage Faktor—
Power Faktor—
% Voltage—
V = 10^(dB/20) · P = 10^(dB/10)
Korrelierte Summierung
Zwei korrelierte Signale addieren
Was: Addiert zwei dB-Pegel gleicher Phase (kohärente Summation).
Wann: Beim Sub-Pairing, Coupled Cluster, Doppel-PA oder einfach um zu wissen "wenn ich noch eine Box dazustelle, wieviel lauter wird's?"
Wie: Zwei Pegel A und B in dB eintippen.
Was tun: Gleiche Pegel (A=B) → +6 dB Summe. Bei 6 dB Differenz → nur +1 dB. Bei 10 dB+ Differenz → praktisch keine Summation mehr.
Tipp: Zwei identische Subs nebeneinander = +6 dB on-axis (nicht +3, das wäre inkohärente Summation wie Rauschen).
Wann: Beim Sub-Pairing, Coupled Cluster, Doppel-PA oder einfach um zu wissen "wenn ich noch eine Box dazustelle, wieviel lauter wird's?"
Wie: Zwei Pegel A und B in dB eintippen.
Was tun: Gleiche Pegel (A=B) → +6 dB Summe. Bei 6 dB Differenz → nur +1 dB. Bei 10 dB+ Differenz → praktisch keine Summation mehr.
Tipp: Zwei identische Subs nebeneinander = +6 dB on-axis (nicht +3, das wäre inkohärente Summation wie Rauschen).
Signal A
dB
Signal B
dB
Resultat
Summe (gesamt)—
Δ über lautestem—
Voltage Faktor—
L = 20 × log₁₀(10^(L_A/20) + 10^(L_B/20))
Passive Speaker Headroom
Verstärker-Reserve über Speaker
Was: Verhältnis zwischen Endstufen-Leistung und Speaker-Belastbarkeit, in dB-Reserve.
Wann: Beim Endstufen-Wahl für passive Boxen — "kann ich die Box mit dieser Endstufe sicher fahren?"
Wie: Endstufen-RMS und Speaker-RMS-Belastbarkeit eintippen.
Was tun: +3 dB Reserve (Endstufe doppelt so stark wie Speaker) ist Industrie-Standard für saubere Peaks. +6 dB ist Premium für Live-Sound. Bei +0 dB → kein Headroom, Clipping ist Schaden.
Tipp: Lieber stärkere Endstufe + Limiter als zu schwache Endstufe — clipping zerstört Hochtöner viel schneller als ehrliche Überlastung.
Wann: Beim Endstufen-Wahl für passive Boxen — "kann ich die Box mit dieser Endstufe sicher fahren?"
Wie: Endstufen-RMS und Speaker-RMS-Belastbarkeit eintippen.
Was tun: +3 dB Reserve (Endstufe doppelt so stark wie Speaker) ist Industrie-Standard für saubere Peaks. +6 dB ist Premium für Live-Sound. Bei +0 dB → kein Headroom, Clipping ist Schaden.
Tipp: Lieber stärkere Endstufe + Limiter als zu schwache Endstufe — clipping zerstört Hochtöner viel schneller als ehrliche Überlastung.
Endstufe RMS
W
Lautsprecher RMS
W
Resultat
Headroom—
Power Ratio—
Headroom [dB] = 10 × log₁₀(P_amp / P_spk)
§ 03
Comb & Delay
Time-Offset-Analyse, akustische Pfade, BPM- und Frame-Sync.Comb Filter Calculator
Zeit-Offset → Auslöschungen & Spitzen
Was: Zeigt bei welchen Frequenzen ein Zeit-Offset (zwischen zwei Schallquellen) Comb-Filter-Dips und -Peaks erzeugt.
Wann: Beim Tuning von Sub↔Top-Alignment, Stereo-Setup, Reflexions-Diagnose oder Multi-Mic-Recording.
Wie: Den geschätzten oder gemessenen Zeit-Offset (ms) eintippen.
Was tun: Dips zeigen wo der Sound "ausgelöscht" klingt (dünn, hohl). Peaks wo's zu laut wird. Bei "Summation Stop" hört die Comb-Wirkung auf — darunter ist Summierung praktisch unhörbar.
Tipp: Schon 0.5 ms Offset macht ab 1 kHz hörbare Combs. Time-Alignment ist deshalb so wichtig.
Wann: Beim Tuning von Sub↔Top-Alignment, Stereo-Setup, Reflexions-Diagnose oder Multi-Mic-Recording.
Wie: Den geschätzten oder gemessenen Zeit-Offset (ms) eintippen.
Was tun: Dips zeigen wo der Sound "ausgelöscht" klingt (dünn, hohl). Peaks wo's zu laut wird. Bei "Summation Stop" hört die Comb-Wirkung auf — darunter ist Summierung praktisch unhörbar.
Tipp: Schon 0.5 ms Offset macht ab 1 kHz hörbare Combs. Time-Alignment ist deshalb so wichtig.
Zeit-Offset
ms
↳ in Samples—
Auslöschungen (Dips)
Dip 1—
Dip 2—
Dip 3—
Spitzen (Peaks)
Peak 1—
Peak 2—
Peak 3—
Übergang
Single Period—
Summation Stop—
Dip_n = (2n−1) / (2·Δt) · Peak_n = n / Δt · SumStop ≈ 1 / (3·Δt)
Akustischer Übertragungsweg
Zwei Quellen → C, mit Comb-Analyse
Was: Vergleicht zwei Schallwege (Quelle A und B zum gleichen Hörort C) und zeigt Distanz-Diff, Zeit-Diff, Pegel-Diff und resultierende Comb-Frequenzen.
Wann: Wenn du zwei Schallquellen am gleichen Ort vergleichst — z.B. Hauptsystem vs. Wand-Reflexion, Sidefill vs. Main, oder Drum-Mic-Spill.
Wie: Beide Laufzeiten in ms eintippen (aus Smaart, Systune oder einfach Distanz/c).
Was tun: Bei großem Δt → Comb-Frequenzen identifizieren und ggf. Delay einsetzen. Bei kleinem Δt → kann ignoriert werden.
Tipp: Pegel-Differenz > 10 dB → die schwächere Quelle ist akustisch irrelevant, kein Comb-Problem mehr.
Wann: Wenn du zwei Schallquellen am gleichen Ort vergleichst — z.B. Hauptsystem vs. Wand-Reflexion, Sidefill vs. Main, oder Drum-Mic-Spill.
Wie: Beide Laufzeiten in ms eintippen (aus Smaart, Systune oder einfach Distanz/c).
Was tun: Bei großem Δt → Comb-Frequenzen identifizieren und ggf. Delay einsetzen. Bei kleinem Δt → kann ignoriert werden.
Tipp: Pegel-Differenz > 10 dB → die schwächere Quelle ist akustisch irrelevant, kein Comb-Problem mehr.
Quelle A → C
ms
Quelle B → C
ms
Distanzen & Δ
Distanz A—
Distanz B—
Δ Distanz—
Δ Zeit—
↳ Δ in Samples—
Pegel-Offset (1/r²)—
Comb-Analyse aus Δ Zeit
Frequenz @ vollem λ—
Comb Dip 1—
⅓ λ—
Summation Stop—
d = t × c · Pegel = 20·log₁₀(d_kürzer / d_länger) · λ = Δd
BPM → Delay
Musikalisch synchrone Delay-Zeiten
Was: Übersetzt das Song-Tempo in Delay-Zeiten für jede Notenwert-Länge (Halbe, Viertel, Achtel, Triolen).
Wann: Beim FX-Setup für Vocals, Gitarre, Synths — wenn das Delay zum Beat passen soll, statt zu eiern.
Wie: Tempo (BPM) eintippen, Notenwert wählen, ms ablesen.
Was tun: Viertel = "Slap" wie bei klassischem Tape-Echo. Punktierte Achtel = U2-Edge-Delay. Triolen = swingy. Werte direkt ins FX-Plugin eintragen.
Tipp: Bei langsamem Tempo < 90 BPM → Achtel/16tel klingt oft besser als Viertel (Viertel zu langsam, klingt nach Wiederholung statt Nachhall).
Wann: Beim FX-Setup für Vocals, Gitarre, Synths — wenn das Delay zum Beat passen soll, statt zu eiern.
Wie: Tempo (BPM) eintippen, Notenwert wählen, ms ablesen.
Was tun: Viertel = "Slap" wie bei klassischem Tape-Echo. Punktierte Achtel = U2-Edge-Delay. Triolen = swingy. Werte direkt ins FX-Plugin eintragen.
Tipp: Bei langsamem Tempo < 90 BPM → Achtel/16tel klingt oft besser als Viertel (Viertel zu langsam, klingt nach Wiederholung statt Nachhall).
Tempo
BPM
Notenwerte
Halbe
——
Viertel
——
Achtel
——
Punktierte Achtel
——
Viertel-Triole
——
Achtel-Triole
——
¼ Note [ms] = 60000 / BPM
Video Frame Sync
Audio-Delay für Frame-Offset
Was: Berechnet Audio-Delay-Zeit aus Video-Frame-Offset (z.B. "3 Frames später").
Wann: Beim Lippen-Sync-Tuning für Live-Video, Broadcast, Theater mit Projektion oder Konzert-IMAG.
Wie: Frame-Rate (24/25/30/50/60) und gewünschten Frame-Offset eintippen.
Was tun: Den ms-Wert in den Audio-Output-Delay des Mixers oder der DSP eintragen. Bei +Werten kommt Audio später, bei −Werten früher.
Tipp: Wahrnehmungsschwelle: ±50 ms ist meistens noch ok, >100 ms wird hörbar gestört. Bei TV: Audio darf max 1–2 Frames vor Video sein, aber bis 3 Frames danach (Asymmetrie der Wahrnehmung).
Wann: Beim Lippen-Sync-Tuning für Live-Video, Broadcast, Theater mit Projektion oder Konzert-IMAG.
Wie: Frame-Rate (24/25/30/50/60) und gewünschten Frame-Offset eintippen.
Was tun: Den ms-Wert in den Audio-Output-Delay des Mixers oder der DSP eintragen. Bei +Werten kommt Audio später, bei −Werten früher.
Tipp: Wahrnehmungsschwelle: ±50 ms ist meistens noch ok, >100 ms wird hörbar gestört. Bei TV: Audio darf max 1–2 Frames vor Video sein, aber bis 3 Frames danach (Asymmetrie der Wahrnehmung).
Frame Rate
fps
Frame-Offset
frm
Resultat
Audio-Delay—
↳ in Samples—
Frame-Dauer—
Delay [ms] = (Frames / fps) × 1000
§ 04
PA System
Coverage-Winkel, FAR/LAR und Speaker-Geometrie.Stereo PA Quick-Eval
Raumdimensionen eingeben → System-Empfehlung (echte Cone-Geometrie)
Was: Schnell-Auswahl welches PA-System für deinen Saal passt.
Wann: Im Lager beim Packen oder am Event als Reality-Check vor dem Aufbau.
Wie: 1. Saal-Breite (W) und -Tiefe (D) abschätzen oder mit Maßband messen — 2. Eintippen — 3. Empfehlung lesen.
Was tun: System aus dem Truck wählen das in den angezeigten Coverage-Bereich fällt:
· Long-throw / Narrow → Line Array oder schmale 60–70° Tops
· Standard / Wide Main → klassische 80–110° Tops
· Short-throw / Wide → kurze Punktquellen mit weitem Pattern
· Multi-Box / Line Array → mehrere Cluster oder Array nötig — mehr Material einplanen
Tipp: Der Wert "Max Throw" sagt dir die längste Schalldistanz im Saal — wichtig für Pegel-Reserve und Box-Wahl.
Wann: Im Lager beim Packen oder am Event als Reality-Check vor dem Aufbau.
Wie: 1. Saal-Breite (W) und -Tiefe (D) abschätzen oder mit Maßband messen — 2. Eintippen — 3. Empfehlung lesen.
Was tun: System aus dem Truck wählen das in den angezeigten Coverage-Bereich fällt:
· Long-throw / Narrow → Line Array oder schmale 60–70° Tops
· Standard / Wide Main → klassische 80–110° Tops
· Short-throw / Wide → kurze Punktquellen mit weitem Pattern
· Multi-Box / Line Array → mehrere Cluster oder Array nötig — mehr Material einplanen
Tipp: Der Wert "Max Throw" sagt dir die längste Schalldistanz im Saal — wichtig für Pegel-Reserve und Box-Wahl.
Raumbreite W
m
Raumtiefe D
m
Boxabstand s (leer = auto)
m
Empfehlung
Boxabstand (s)—
Coverage-Bereich—
Max Throw—
FAR · LAR (@ rec)—
Empfohlenes System—
Fills
Outfills—
Nearfills—
s = min(W,D)/3 (auto) · θ_min = arctan((W+s)/2D) + arctan(|W−s|/2D) · Outfills bei θ > 100° · Nearfills bei s/D > 0.5
Publikum → Coverage °
Aus Publikums-Dimension den Speaker-Winkel
Was: Berechnet aus Publikums-Tiefe und -Breite den benötigten Speaker-Coverage-Winkel.
Wann: Wenn du einen konkreten Saal hast und prüfen willst ob deine Speaker-Coverage passt — oder welcher Winkel "ideal" wäre.
Wie: D (Tiefe) und W (Breite) eintippen. Optional "Speaker actual °" für Vergleich.
Was tun: Bei Lücken (rot) → enger gestellte Boxen oder breitere Pattern. Bei Overshoot (lila) → Pegel reduzieren oder schmalere Pattern wählen, sonst Reflexionen an Wänden.
Tipp: Diese Berechnung nutzt das chord/circle-Modell (klassisch McCarthy) — gibt etwas größere Winkel als ein reines Cone-Modell. Konservativ und in der Praxis bewährt.
Wann: Wenn du einen konkreten Saal hast und prüfen willst ob deine Speaker-Coverage passt — oder welcher Winkel "ideal" wäre.
Wie: D (Tiefe) und W (Breite) eintippen. Optional "Speaker actual °" für Vergleich.
Was tun: Bei Lücken (rot) → enger gestellte Boxen oder breitere Pattern. Bei Overshoot (lila) → Pegel reduzieren oder schmalere Pattern wählen, sonst Reflexionen an Wänden.
Tipp: Diese Berechnung nutzt das chord/circle-Modell (klassisch McCarthy) — gibt etwas größere Winkel als ein reines Cone-Modell. Konservativ und in der Praxis bewährt.
Publikums-Tiefe
m
Publikums-Breite
m
Resultat
Audience FAR—
Benötigter Coverage °—
Vergleich
Speaker actual °
°
FAR = D / W · Winkel = 2 × arcsin(1 / FAR)
Coverage ↔ FAR & LAR
Speaker-Coverage in FAR/LAR umrechnen
Was: Geometrische Verhältnisse einer Speaker-Coverage. FAR = Wurfweite/Halbbreite (wie tief), LAR = inverse (wie breit pro Wurf).
Wann: Bei der Box-Auswahl, wenn du wissen willst "wie weit deckt mein 80°-Top überhaupt?" oder "wie breit auf welcher Distanz?"
Wie: Speaker-Coverage in ° eintippen.
Was tun: FAR × Halbbreite = max Wurfweite. LAR × Throw = volle Coverage-Breite an dieser Distanz. Schmale Pattern (60°) → hohe FAR, lange dünn. Weite Pattern (120°) → niedrige FAR, kurz und breit.
Tipp: 90° hat FAR=1.41 (Symmetrie-Punkt). Schmaler als 90° → Long-throw-Charakter. Breiter → Short-throw-Charakter.
Wann: Bei der Box-Auswahl, wenn du wissen willst "wie weit deckt mein 80°-Top überhaupt?" oder "wie breit auf welcher Distanz?"
Wie: Speaker-Coverage in ° eintippen.
Was tun: FAR × Halbbreite = max Wurfweite. LAR × Throw = volle Coverage-Breite an dieser Distanz. Schmale Pattern (60°) → hohe FAR, lange dünn. Weite Pattern (120°) → niedrige FAR, kurz und breit.
Tipp: 90° hat FAR=1.41 (Symmetrie-Punkt). Schmaler als 90° → Long-throw-Charakter. Breiter → Short-throw-Charakter.
Speaker-Coverage
°
Resultat
FAR (Forward AR)—
LAR (Lateral AR)—
FAR = 1 / sin(°/2) · LAR = 2 / FAR
Brauche ich Delay-Lautsprecher?
Distanz-Vergleich Front-/Back-Row vom Hauptsystem
Was: Prüft ob Delay-Towers nötig sind und wo sie hin müssen — basierend auf Schallweg-Differenz Front- vs. Back-Row.
Wann: Bei tiefen Räumen (>20m Back-Row), Open-Air, Turnhallen, Festivals oder langgezogenen Sälen.
Wie: Tweeter-Höhe, Ohr-Höhe, Front- und Back-Row-Distanz vom Speaker eintippen.
Was tun: Δt-Status checken: grün = keine Delays nötig, orange = Grenzfall (Tower optional), rot = Towers laut Liste aufstellen, Delay-Wert am DSP eintragen.
Tipp: Tower-Spacing 14m (40ms-Schwelle) ist temperatur-abhängig — der Header-Temp-Wert wird automatisch eingerechnet.
Wann: Bei tiefen Räumen (>20m Back-Row), Open-Air, Turnhallen, Festivals oder langgezogenen Sälen.
Wie: Tweeter-Höhe, Ohr-Höhe, Front- und Back-Row-Distanz vom Speaker eintippen.
Was tun: Δt-Status checken: grün = keine Delays nötig, orange = Grenzfall (Tower optional), rot = Towers laut Liste aufstellen, Delay-Wert am DSP eintragen.
Tipp: Tower-Spacing 14m (40ms-Schwelle) ist temperatur-abhängig — der Header-Temp-Wert wird automatisch eingerechnet.
Tweeter-Höhe
m
Ohr-Höhe Publikum
m
Speaker-Basis → Front Row
m
Speaker-Basis → Back Row
m
Analyse
Distanz Front—
Distanz Back—
Δ Distanz—
Δ Zeit—
Distanz-Verhältnis—
Δ Pegel (1/r²)—
Empfehlung—
Δt-Status—
Faustregel: Delay-Towers ab Δt > 40 ms (≈ 14 m bei 20 °C) — sonst lokalisierst du das Hauptsystem korrekt vorne.
Spatial Crossover
Pegel- und Zeit-Übergang Main → Delay-Tower
Was: Wo Main-System und Delay-Tower sich pegel-mäßig treffen, plus den exakten Delay-Wert für Time-Alignment.
Wann: Nach Tower-Aufstellung, vor dem Sound-Check — die zwei wichtigsten Werte zum Tower-Tuning.
Wie: Distanz Main → Tower (Maßband oder Laser) und Pegel-Offset (typisch 0 bis −6 dB) eintippen.
Was tun: Delay-Setting (ms) am Tower-DSP eintragen. Crossover-Position visuell merken — dort liegt die Übergangszone, hier wird die Phasenkohärenz am kritischsten.
Tipp: Tower bei 0 dB → Image kollabiert oft zum Tower. Bei −3 bis −6 dB → Image bleibt clearly am Main, Tower fügt nur Reichweite/Pegel zu.
Wann: Nach Tower-Aufstellung, vor dem Sound-Check — die zwei wichtigsten Werte zum Tower-Tuning.
Wie: Distanz Main → Tower (Maßband oder Laser) und Pegel-Offset (typisch 0 bis −6 dB) eintippen.
Was tun: Delay-Setting (ms) am Tower-DSP eintragen. Crossover-Position visuell merken — dort liegt die Übergangszone, hier wird die Phasenkohärenz am kritischsten.
Tipp: Tower bei 0 dB → Image kollabiert oft zum Tower. Bei −3 bis −6 dB → Image bleibt clearly am Main, Tower fügt nur Reichweite/Pegel zu.
Distanz Main → Tower
m
Delay-Pegel rel. Main
dB
Pegel-Übergang
Crossover-Position—
↳ ab Main—
↳ ab Tower—
Time-Alignment
Delay-Setting (Tower)—
↳ in samples—
x_c = D / (1 + 10^(ΔdB/20)) · t = D / c · Default Δ=0 dB → Crossover in der Mitte
Line Array Splay
Splay-Winkel mit Lasermessgerät
Was: Schätzung der Splay-Winkel zwischen Line-Array-Boxen — nur mit Rigging-Höhe und Distanzen zu Front/Back Row.
Wann: Wenn der Rigger noch wartet, du grob wissen willst was Sache ist, oder als Sanity-Check vor MAPP/ArrayCalc-Verifikation.
Wie: Rig-Höhe (Top of Array) und Distanzen vom Boden zur Front- und Back-Row mit Lasermessgerät peilen, Anzahl Boxen + Audience-Rake eintragen.
Was tun: Avg Splay (gerundet auf 0.5°) als Anhaltspunkt für die Rigging-Konfiguration nutzen. Side-Elevation zeigt visuell wie das Array sich neigen sollte.
Tipp: Diese Schätzung gibt einen uniformen Splay — echte Arrays splayen progressiv (enger oben, weiter unten). Vor Show-Start mit Hersteller-Software verifizieren.
Wann: Wenn der Rigger noch wartet, du grob wissen willst was Sache ist, oder als Sanity-Check vor MAPP/ArrayCalc-Verifikation.
Wie: Rig-Höhe (Top of Array) und Distanzen vom Boden zur Front- und Back-Row mit Lasermessgerät peilen, Anzahl Boxen + Audience-Rake eintragen.
Was tun: Avg Splay (gerundet auf 0.5°) als Anhaltspunkt für die Rigging-Konfiguration nutzen. Side-Elevation zeigt visuell wie das Array sich neigen sollte.
Tipp: Diese Schätzung gibt einen uniformen Splay — echte Arrays splayen progressiv (enger oben, weiter unten). Vor Show-Start mit Hersteller-Software verifizieren.
Rigging-Höhe (Top of Array)
m
Distanz → Front Row
m
Distanz → Last Row
m
Anzahl Boxen im Array
box
Audience-Rake (Last Row höher)
m
Resultat
Down-Angle Boden-Box (vorne)—
Down-Angle Top-Box (hinten)—
Total Coverage—
Splay-Joints (n − 1)—
Avg Splay (uniform)—
Avg Splay (gerundet auf 0.5°)—
αvorne = arctan(rig / dfront) ·
αhinten = arctan((rig − rake) / dback) ·
Coverage = αvorne − αhinten ·
Splay = Coverage / (n − 1)
Schätzung mit gleichmäßiger Verteilung. Echte Arrays splayen progressiv — enger unten, weiter oben. Vor Show-Start mit Hersteller-Software (MAPP, ArrayCalc, Soundvision) verifizieren.
Schätzung mit gleichmäßiger Verteilung. Echte Arrays splayen progressiv — enger unten, weiter oben. Vor Show-Start mit Hersteller-Software (MAPP, ArrayCalc, Soundvision) verifizieren.
§ 05
Sub Array
Inline-Gradient, Spacing und Center-Frequency für Subwoofer.Inline Gradient Sub Array
Front + rückwärtiger Sub mit XOVR & Delay
Was: Berechnet Offset und Delay für ein 2-Sub-Inline-Gradient-Array (Front + rear, polarität-invertiert) — klassische Cardioid-Anordnung.
Wann: Beim Aufbau von Sub-Arrays die Bühnen-Cancellation brauchen — Festivals, Theatersäle, Bühnen mit Mikrofonen direkt vor den Subs.
Wie: XOVR-Frequenz eintippen (typisch 80–120 Hz).
Was tun: Rückwärtigen Sub im "Rear Sub Offset" (m) hinter dem Front-Sub platzieren, "Rear Sub Delay" am DSP eintragen, Polarität invertieren. Polar-Plot zeigt forward Cardioid.
Tipp: Funktioniert am besten bei der Max-Summations-Frequenz (= 2/3 × XOVR). Darüber zerfällt das Pattern zunehmend.
Wann: Beim Aufbau von Sub-Arrays die Bühnen-Cancellation brauchen — Festivals, Theatersäle, Bühnen mit Mikrofonen direkt vor den Subs.
Wie: XOVR-Frequenz eintippen (typisch 80–120 Hz).
Was tun: Rückwärtigen Sub im "Rear Sub Offset" (m) hinter dem Front-Sub platzieren, "Rear Sub Delay" am DSP eintragen, Polarität invertieren. Polar-Plot zeigt forward Cardioid.
Tipp: Funktioniert am besten bei der Max-Summations-Frequenz (= 2/3 × XOVR). Darüber zerfällt das Pattern zunehmend.
−3 dB XOVR Frequenz
Hz
Resultat
Max Summations-Frequenz—
Rear Sub Offset—
Rear Sub Delay—
↳ Delay in Samples—
Offset = c / (4 × ⅔·XOVR) · Delay = Offset / c · 1000
Max. Sub-Spacing
Max Abstand ohne Power-Alley
Was: Maximaler Abstand zwischen zwei Subs (= λ/2 bei der XOVR-Frequenz) — darüber entstehen Comb-Filter im Coverage.
Wann: Beim Setup von 2+ Subs — egal ob Stereo-Split, Distributed-Array oder LCR-Sub-Setup.
Wie: Sub-XOVR-Frequenz eintippen (üblicherweise 80–120 Hz, je nach System).
Was tun: Subs im Live-Setup nie weiter auseinanderstellen als d_max. Bei größerer Bühnenbreite → mehr Subs verteilen oder cardioid arrayen.
Tipp: Bei tiefem XOVR (z.B. 60 Hz) → großzügig (2.86m). Bei hohem XOVR (120 Hz) → eng (1.43m). Faustregel: lieber zu eng als zu weit.
Wann: Beim Setup von 2+ Subs — egal ob Stereo-Split, Distributed-Array oder LCR-Sub-Setup.
Wie: Sub-XOVR-Frequenz eintippen (üblicherweise 80–120 Hz, je nach System).
Was tun: Subs im Live-Setup nie weiter auseinanderstellen als d_max. Bei größerer Bühnenbreite → mehr Subs verteilen oder cardioid arrayen.
Tipp: Bei tiefem XOVR (z.B. 60 Hz) → großzügig (2.86m). Bei hohem XOVR (120 Hz) → eng (1.43m). Faustregel: lieber zu eng als zu weit.
Sub XOVR Frequenz
Hz
Resultat
Maximaler Abstand—
Wellenlänge bei XOVR—
d_max = c / (2 × XOVR) = λ / 2
Sub Center Frequency
Geometrisches Mittel des Sub-Bereichs
Was: Logarithmische Mitte (geometrisches Mittel) eines Frequenzbereichs — der "Schwerpunkt" des Sub-Bandes.
Wann: Beim parametrischen EQ am Sub-Bus, Time-Alignment-Referenz, Polar-Pattern-Verifikation oder Sub-Modell-Bewertung.
Wie: Untere und obere Sub-Frequenz eintippen (z.B. 40–100 Hz für klassisches Live).
Was tun: f_c als Center-Frequency in EQ setzen (z.B. ein "Sub Drive"-Filter), als Test-Ton für Cardioid-Polar-Tests, oder als Pegel-Mess-Punkt für SPL.
Tipp: 40–100 Hz → 63 Hz (NICHT 70). Geometrisch denken weil Hören logarithmisch ist — 100 Hz zu 200 Hz "fühlt" sich gleich weit an wie 200 Hz zu 400 Hz.
Wann: Beim parametrischen EQ am Sub-Bus, Time-Alignment-Referenz, Polar-Pattern-Verifikation oder Sub-Modell-Bewertung.
Wie: Untere und obere Sub-Frequenz eintippen (z.B. 40–100 Hz für klassisches Live).
Was tun: f_c als Center-Frequency in EQ setzen (z.B. ein "Sub Drive"-Filter), als Test-Ton für Cardioid-Polar-Tests, oder als Pegel-Mess-Punkt für SPL.
Tipp: 40–100 Hz → 63 Hz (NICHT 70). Geometrisch denken weil Hören logarithmisch ist — 100 Hz zu 200 Hz "fühlt" sich gleich weit an wie 200 Hz zu 400 Hz.
Untere Sub-Frequenz
Hz
Obere Sub-Frequenz
Hz
Resultat
Center Frequenz—
f_c = √(f_low × f_high)
Cardioid Sub Stack
Front + rückwärtige Box mit Polarity-Invert für Bühnen-Cancellation
Was: Berechnet Delay und Polarität für eine 2-Sub-Cardioid-Anordnung (Front + reverse box) — apfelförmiges Pattern mit Forward-Output und Rear-Null.
Wann: Wenn du "Bühnen-Cancellation" brauchst — Vocal-Mics direkt vor Subs, Drum-Riser-Schutz, Konferenzen mit Lavalier hinter PA.
Wie: Sub-Tiefe (Box-Tiefe oder akustischer Offset) und gewünschte Pattern-Frequenz eintippen.
Was tun: Rear-Sub um d hinter Front-Sub stellen (oder reverse-stack drauf), Delay (= d/c) und Polarität (invertiert) am DSP setzen. Polar-Plot zeigt das Cardioid.
Tipp: Funktioniert am besten bei f_opt = c/(4d) — bei der gewinnst du +6 dB Forward Gain. Bei tieferen Frequenzen weniger Gain, aber Cancellation bleibt.
Wann: Wenn du "Bühnen-Cancellation" brauchst — Vocal-Mics direkt vor Subs, Drum-Riser-Schutz, Konferenzen mit Lavalier hinter PA.
Wie: Sub-Tiefe (Box-Tiefe oder akustischer Offset) und gewünschte Pattern-Frequenz eintippen.
Was tun: Rear-Sub um d hinter Front-Sub stellen (oder reverse-stack drauf), Delay (= d/c) und Polarität (invertiert) am DSP setzen. Polar-Plot zeigt das Cardioid.
Tipp: Funktioniert am besten bei f_opt = c/(4d) — bei der gewinnst du +6 dB Forward Gain. Bei tieferen Frequenzen weniger Gain, aber Cancellation bleibt.
Sub-Tiefe / Offset (d)
m
Pattern @ Frequenz
Hz
Resultat
Rear-Delay—
↳ in samples—
Polarität rear—
Optimale Frequenz—
Forward Gain—
Rear Rejection—
PATTERN (POLAR)
LAYOUT (TOP-DOWN)
τ = d/c · |F(θ)| = 2·sin(kd(1+cos θ)/2) · f_opt = c/(4d)
End-Fire Array
n Subs in Linie mit progressivem Delay → forward Cardioid
Was: n Subs in einer Linie aufgereiht, jeder mit progressivem Delay — erzeugt ein nach vorne gerichtetes, schmales Cardioid-Pattern mit Rear-Rejection.
Wann: Wenn du Sub-Energie auf eine bestimmte Richtung fokussieren willst (Festival-Front-Cluster, IPS-Sub-Verteilung, langgezogene Indoor-Säle).
Wie: Anzahl Subs (n), Spacing (typisch 0.6–1.2m) und Pattern-Frequenz eintippen.
Was tun: Pro Sub den errechneten Delay-Wert am DSP eintragen — Rear-Sub bei 0 ms, jeder vorhergehende +d/c später. Forward Gain = 20·log(n) dB Boost.
Tipp: 4 Subs in Linie geben ~+12 dB Forward und ~−14 dB Rear-Rejection bei 60 Hz (mit d=0.6m). Top-Setup für moderne Festival-Designs.
Wann: Wenn du Sub-Energie auf eine bestimmte Richtung fokussieren willst (Festival-Front-Cluster, IPS-Sub-Verteilung, langgezogene Indoor-Säle).
Wie: Anzahl Subs (n), Spacing (typisch 0.6–1.2m) und Pattern-Frequenz eintippen.
Was tun: Pro Sub den errechneten Delay-Wert am DSP eintragen — Rear-Sub bei 0 ms, jeder vorhergehende +d/c später. Forward Gain = 20·log(n) dB Boost.
Tipp: 4 Subs in Linie geben ~+12 dB Forward und ~−14 dB Rear-Rejection bei 60 Hz (mit d=0.6m). Top-Setup für moderne Festival-Designs.
Anzahl Subs (n)
Stk.
Sub-Spacing (d)
m
Pattern @ Frequenz
Hz
Resultat
Forward Gain—
Rear Rejection—
Delay-Range—
Delays je Sub—
PATTERN (POLAR)
LAYOUT (TOP-DOWN)
τ_i = (i−1)·d/c · |S(θ)|² = sin²(nα/2)/sin²(α/2), α = kd(cos θ−1)
Sub Setup Empfehlung
Anzahl + Crossover + Bühnenbreite → Konfigurations-Vorschlag
Was: Empfiehlt die optimale Sub-Konfiguration (Single, Coupled, Stereo, Cardioid, End-Fire, Distributed) basierend auf Anzahl Subs, XOVR-Frequenz und Bühnenbreite.
Wann: Beim Planen eines neuen Setups oder als Sanity-Check ob das geplante Setup für die Saalmaße sinnvoll ist.
Wie: Anzahl Subs, geplante XOVR-Frequenz und Bühnenbreite eintippen.
Was tun: Die Empfehlung verfolgen und die zugehörige spezifischere Karte (Cardioid Stack, End-Fire, Inline Gradient) für die genauen Delay-Werte konsultieren.
Tipp: "Power-Alley"-Warnung (rote Comb-Streifen) bedeutet: Subs zu weit auseinander für die XOVR. Entweder enger stellen, oder XOVR senken, oder Mono-Center wählen.
Wann: Beim Planen eines neuen Setups oder als Sanity-Check ob das geplante Setup für die Saalmaße sinnvoll ist.
Wie: Anzahl Subs, geplante XOVR-Frequenz und Bühnenbreite eintippen.
Was tun: Die Empfehlung verfolgen und die zugehörige spezifischere Karte (Cardioid Stack, End-Fire, Inline Gradient) für die genauen Delay-Werte konsultieren.
Tipp: "Power-Alley"-Warnung (rote Comb-Streifen) bedeutet: Subs zu weit auseinander für die XOVR. Entweder enger stellen, oder XOVR senken, oder Mono-Center wählen.
Konfiguration
Anzahl Subs total
Stk.
Crossover-Frequenz
Hz
Bühnenbreite
m
Empfehlung
Konfiguration—
Begründung—
Faustregel: max Sub-Abstand = λ/2 bei XOVR · darüber Power-Alley · cardioid kostet Output, gewinnt Direktionalität
§ 06
Referenz
Quick-Look ohne Tippen — Distanz/Pegel, BW/Q, Voltage/Impedance.Distanz-Dämpfung
Pegelverlust durch Abstand (1/r²)
| dB | Distanz (m) | Distanz (ft) |
|---|---|---|
| 0 | 1 | 3.3 |
| −3 | 1.4 | 4.6 |
| −6 | 2 | 6.5 |
| −9 | 2.8 | 9.3 |
| −12 | 4 | 13 |
| −15 | 5.7 | 19 |
| −18 | 8 | 26 |
| −21 | 11 | 37 |
| −24 | 16 | 52 |
| −27 | 23 | 74 |
| −30 | 32 | 105 |
| −36 | 64 | 209 |
| −42 | 128 | 418 |
Bandbreite ↔ Q
EQ Q-Werte zu Oktav-Bandbreiten
| BW (Oktaven) | Q (gerundet) |
|---|---|
| 2 | 0.7 |
| 1.4 | 1 |
| 1 | 1.4 |
| 0.7 | 2 |
| 0.5 | 3 |
| 0.35 | 4 |
| 0.25 | 6 |
| 0.167 | 9 |
| 0.125 | 12 |
| 0.08 | 16 |
Multiplikator ↔ dB
Voltage-Faktoren zu dB
| Faktor | dB |
|---|---|
| 1.1× | 0.83 |
| 1.25× | 1.94 |
| 1.5× | 3.50 |
| 1.75× | 4.90 |
| 2× | 6.00 |
| 4× | 12.00 |
| 10× | 20.00 |
| 31.6× | 30.00 |
| ~1000× | 60.00 |
Voltage & Impedance Reference
Pro-Audio Signal-Pegel und Impedanzen
| Typ | Impedanz | Pegel |
|---|---|---|
| Mic Out | 50–600 Ω | −60…−40 dBV |
| Mic In | 1.5–15 kΩ | −60…−40 dBV |
| Inst Out | 10–100 kΩ | −20 dBu |
| Inst In | 47 k–10 MΩ | −20 dBu |
| Line Out Pro | 75–600 Ω | +4 dBu |
| Line In Pro | 10–50 kΩ | +4 dBu |
| Line Out Cons | 75–600 Ω | −10 dBV |
| Line In Cons | 10–50 kΩ | −10 dBV |
| Speaker Out | < 100 mΩ | +20…+40 dBV |
| Speaker In | 4–16 Ω | +20…+40 dBV |
| Aux Out | 75–150 Ω | −10 dBV |
| Aux In | > 10 kΩ | −10 dBV |
| Phones Out | 0.1–24 Ω | — |
| Phones Amp | 0.5–120 Ω | — |
| Phones In | 8–600 Ω | — |
§ 07
Index
Glossar aller in der App verwendeten Abkürzungen, Symbole und Fachbegriffe.Grundlagen & Wellen
Frequenz · Wellenlänge · Zeit
fFrequenz
Anzahl Schwingungen pro Sekunde, in Hertz (Hz). Bestimmt die wahrgenommene Tonhöhe — 440 Hz = Kammerton A.
TPeriodendauer
Zeit für eine vollständige Schwingung.
T = 1 / f. Bei 100 Hz ist T = 10 ms.λLambda · Wellenlänge
Räumliche Länge einer Schwingung in der Luft.
λ = c / f. Bei 100 Hz und 20 °C ist λ ≈ 3.43 m.cSchallgeschwindigkeit
Geschwindigkeit von Schall in Luft, ≈ 343 m/s bei 20 °C. Steigt mit der Temperatur (~0.6 m/s pro °C).
HzHertz
Einheit der Frequenz: 1 Hz = eine Schwingung pro Sekunde. kHz = 1000 Hz.
msMillisekunde
1/1000 Sekunde. Standard-Einheit für Audio-Delays. Schall legt in 1 ms ca. 34 cm zurück.
smpSamples
Digitale Abtastwerte. Anzahl Samples pro Zeit hängt von der Sample Rate ab: 1 ms bei 48 kHz = 48 Samples.
SRSample Rate
Abtastrate in Hz. 48 000 Hz bedeutet 48 000 Abtastwerte pro Sekunde. Standard-Pro-Audio-Raten: 44.1k / 48k / 88.2k / 96k / 176.4k / 192k.
ΔDelta
Differenz zwischen zwei Werten. Δt = Zeitdifferenz, Δd = Distanzdifferenz, Δ dB = Pegeldifferenz.
φPhi · Phase
Winkel-Position im Schwingungszyklus, 0 – 360°. 180° = invertiert, 360° = ein voller Zyklus.
Pegel & dB
Logarithmische Einheiten · Leistung
dBDezibel
Logarithmische Verhältnis-Einheit.
+6 dB = 2× Spannung, +10 dB ≈ doppelt so laut empfunden.dBVdB relativ zu 1 V
Pegel-Referenz: 0 dBV = 1 Volt RMS. Üblich bei Consumer-Geräten (−10 dBV).
dBudB relativ zu 0.7746 V
Pegel-Referenz: 0 dBu = 0.7746 V RMS (historisch 600 Ω Bezug). Pro-Audio-Standard: +4 dBu = 1.228 V RMS.
0 dBu ≈ −2.2 dBV.SPLSound Pressure Level
Schalldruckpegel in dB, bezogen auf 20 µPa (Hörschwelle). Live-Konzert ca. 100 – 110 dB SPL.
RMSRoot Mean Square
Quadratischer Mittelwert. Beschreibt die kontinuierliche Belastbarkeit bzw. Leistung — relevanter als Peak-Werte.
1/r²Inverses Quadratgesetz
Schalldruck halbiert sich pro Distanzverdopplung — entspricht
−6 dB bei jeder Verdopplung im Freifeld.HeadroomAussteuerungs-Reserve
Reserve zwischen Nominal- und Maximalpegel. Wichtig damit Spitzen nicht clippen.
KorreliertPhasen-gleich
Zwei Signale mit gleichem Inhalt & gleicher Phase. Addieren sich linear (Spannungssumme), zwei gleiche Signale ergeben +6 dB.
WWatt
Einheit der elektrischen Leistung. Verstärker- und Lautsprecher-Belastbarkeit, meist in W RMS angegeben.
Filter & EQ
Bandbreite · Q · Comb
QQuality Factor
Filtergüte. Höheres Q = schmalere Bandbreite eines Glocken-EQ-Filters. Q 1 ≈ 1.4 Oktaven, Q 10 ≈ 0.14 Oktaven.
BWBandwidth · Bandbreite
Frequenzbereich, oft in Oktaven angegeben.
BW = log₂(f_high / f_low).EQEqualizer
Frequenzgang-Anpassung. Anhebung oder Absenkung in einem definierten Band.
OktaveFrequenz-Verdopplung
Eine Oktave höher = doppelte Frequenz, eine Oktave tiefer = halbe Frequenz.
Comb FilterKammfilter
Wechselnde Auslöschungen und Spitzen im Frequenzgang, entstehen durch Zeitversatz zwischen zwei korrelierten Signalen (z.B. zwei Mikros oder zwei Lautsprecher).
DipAuslöschung
Frequenz, bei der zwei Signale destruktiv interferieren — Pegel-Einbruch im Frequenzgang.
PeakÜberhöhung
Frequenz, bei der zwei Signale konstruktiv summieren — Pegel-Spitze im Frequenzgang.
f_cCenter Frequency
Mittenfrequenz eines Filters oder Bandes. Bei Glocken-EQ der Punkt mit max Boost/Cut. Beim Sub-Bereich = geometrisches Mittel:
f_c = √(f_low × f_high).NotchSchmalband-Cut
Sehr schmaler EQ-Cut (Q ≥ 4) zur gezielten Entfernung einer Resonanz oder Feedback-Frequenz, ohne den Rest des Klangs zu beeinflussen.
XOVRCrossover-Frequenz
Übergangsfrequenz zwischen zwei Bändern (Sub↔Top, LF↔HF). Beim Sub-Array bestimmt sie das maximale Spacing (λ/2-Regel).
Phase & Zeit
Delay · BPM · Frame Sync
PhaseSchwingungs-Position
Aktuelle Position im Zyklus, in Grad (0 – 360°). 180° entspricht einer Polaritätsumkehr.
PhasendelayPhase als Zeit
Phasenwinkel umgerechnet in eine Zeitverzögerung. Frequenzabhängig: gleicher Winkel = unterschiedliche Zeit je nach Frequenz.
BPMBeats per Minute
Tempo in Schlägen pro Minute.
¼ Note [ms] = 60 000 / BPM.fpsFrames per Second
Bildrate bei Video. Standards: 24 (Kino), 25 (PAL), 29.97/30 (NTSC), 50/60 (Sport/HFR).
FrameEinzelbild
Ein Bild aus einer Video-Sequenz. Bei 25 fps dauert ein Frame 40 ms.
Notenwerte
Rhythmische Unterteilungen
𝅗𝅥Halbe Note
2 Beats Dauer. Bei 120 BPM = 1 000 ms.
♩Viertelnote
1 Beat — Bezugsnote für BPM. Bei 120 BPM = 500 ms.
♪Achtelnote
½ Beat. Bei 120 BPM = 250 ms.
♪.Punktierte Achtel
1.5× der Normaldauer (Achtel + Sechzehntel). Bei 120 BPM = 375 ms. Beliebt für Dub-Delays.
Triole3 in der Zeit von 2
3 gleichlange Noten in der Zeit von 2 normalen. ⅛-Triole = 3 in einem Beat. Bei 120 BPM ⅛-Triole = ca. 167 ms.
Musikalische Intervalle
In Halbtönen der gleichstufigen Stimmung
PrimEinklang · 0 HT
Gleiche Frequenz, kein Intervall.
Sekunde2. Stufe · 1–2 HT
Klein = 1 Halbton (Spannung), Gross = 2 Halbtöne (Diatonik).
Terz3. Stufe · 3–4 HT
Klein = 3 HT (Moll-Charakter), Gross = 4 HT (Dur-Charakter). ⅓-Oktave = exakt eine grosse Terz.
Quarte4. Stufe · 5 HT
Frequenz-Verhältnis ≈ 1.335. Konsonant, oft als Auflösungs-Intervall.
Tritonus6 HT · ½ Oktave
Exakt halbe Oktave. Historisch «diabolus in musica» — sehr dissonant.
Quinte5. Stufe · 7 HT
Frequenz-Verhältnis ≈ 1.498 (≈ 3:2). Wichtigstes harmonisches Intervall, bestimmt Tonarten.
Sexte6. Stufe · 8–9 HT
Klein = 8 HT, Gross = 9 HT. ⅔-Oktave = exakt eine kleine Sexte.
Septime7. Stufe · 10–11 HT
Klein = 10 HT (Dominantseptime), Gross = 11 HT (Leitton-Spannung).
Oktave12 HT
Frequenz-Verdopplung. Stärkster Konsonanz-Eindruck. Tonname wiederholt sich.
None / Dezime / …Komplexe Intervalle
Zusammengesetzt aus Oktave + kleinerem Intervall: None = Oktave + Sekunde, Dezime = Okt. + Terz, Undezime = Okt. + Quarte, Duodezime = Okt. + Quinte etc.
PA & Live Sound
Speaker-Geometrie · System-Begriffe
PAPublic Address
Beschallungsanlage zur öffentlichen Wiedergabe. Umfasst Mischpult, Endstufen, Lautsprecher.
FOHFront of House
Hauptmischplatz im Saal — wo der Mischer steht und für das Publikum mischt.
FARForward Aspect Ratio
Verhältnis Wurfweite zur halben Abdeckungsbreite.
FAR = 1 / sin(°/2). 90° → FAR 1.41, 60° → FAR 2.LARLateral Aspect Ratio
Seitliches Verhältnis:
LAR = 2 / FAR. Sagt, wie weit man die Speaker auseinander für eine bestimmte Distanz stellen kann.Coverage °Abstrahl-Winkel
Öffnungswinkel des Lautsprechers, üblicherweise zwischen den −6 dB Punkten gemessen.
ThrowWurfweite
Distanz, über die ein Lautsprecher noch nutzbar laut bleibt.
SplayKnickwinkel
Winkel zwischen zwei benachbarten Boxen einer gekoppelten Linie / Line Array.
TweeterHochtöner
Treiber für hohe Frequenzen (typisch > 2 kHz). Sitzt oben in der Box.
SubSubwoofer
Tieftöner für tiefste Frequenzen (typisch < 100 Hz). Steht meist am Boden.
LF / MF / HFLow / Mid / High Frequency
Tiefer / Mittlerer / Hoher Frequenzbereich. Typische Grenzen: LF < 250 Hz, MF 250–4 k, HF > 4 k.
XOVRCrossover · Frequenzweiche
Filter, der das Signal in Bänder trennt — typisch zwischen Sub und Top oder zwischen LF/HF in Mehrweg-Boxen.
Delay TowerVerzögerungs-Lautsprecher
Zusätzliche Speaker-Position weiter hinten im Publikum, mit elektrischer Verzögerung an die Hauptanlage angeglichen. Faustregel: ab Δt > 40 ms.
Time AlignmentZeit-Ausrichtung
Zeitliche Ausrichtung mehrerer Schallquellen, sodass alle Signale am Hörort gleichzeitig ankommen. Verhindert Comb-Filter im Übergangsbereich (z.B. Sub↔Top, Main↔Delay-Tower).
Spatial CrossoverRäumlicher Übergang
Position im Publikum, wo zwei Schallquellen gleichen Pegel haben — z.B. der Punkt zwischen Main und Delay-Tower, an dem die Übernahme stattfindet. Hier ist Phasenkohärenz am kritischsten.
CoupledGekoppeltes Cluster
Mehrere Boxen eng zusammen (Spacing < λ/2) — strahlen kohärent als eine akustische Einheit. +6 dB Summation pro Verdopplung der Box-Anzahl.
DistributedVerteiltes Array
Boxen verteilt über die Bühnenfront (max λ/2-Spacing) für lückenlose horizontale Coverage — typisch für breite Säle und flache Bestuhlung.
Stereo SplitL/R-Anordnung
Klassische L/R-Anordnung der Tops oder Subs. Ab Spacing > λ/2 entstehen Comb-Filter (Power Alley) im Mittelfeld bei der jeweiligen Frequenz.
Long-throwSchmale Coverage
Speaker mit schmalem Abstrahlwinkel (≤ 70°) für tiefe, schmale Säle. Hohe FAR, lange Wurfweite, präzise gerichtet.
Short-throwWeite Coverage
Speaker mit weitem Abstrahlwinkel (> 110°) für flache, breite Säle. Niedrige FAR, kurze Wurfweite, breit verteilte Energie.
Multi-BoxMulti-Cluster / Line Array
Mehrere Boxen pro Position als Cluster oder Line Array — wenn ein einzelner Punkt-Speaker nicht ausreicht, um die nötige Coverage oder SPL zu liefern.
RakeAudience-Rake
Ansteigende Bestuhlung Richtung Back-Row (Theater, Stadion, Tribüne). Beeinflusst Line-Array-Splay und Tower-Positionen — Back-Row sitzt höher als Front.
RigRigging-Höhe
Aufhänge-Höhe eines Line-Arrays oder Cluster-Setups. "Top of Array" = Höhe des obersten Punktes über Boden.
Front RowVorderste Reihe
Erste Publikumsreihe. Distanz vom Speaker bestimmt das Front-Slant für Delay-Tool und Line-Array-Geometrie.
Back RowHinterste Reihe
Letzte Publikumsreihe. Bestimmt ob Delay-Towers nötig sind (Δt > 40 ms zur Front-Row) und welche Wurfweite das Hauptsystem schaffen muss.
Sub Array
Subwoofer-Konfigurationen
Inline GradientFront + Rear Sub
Zwei Subs hintereinander, der hintere zeitlich verzögert. Erzeugt Auslöschung nach hinten — schützt die Bühne vor Sub-Energie.
End-FireGerichtete Sub-Linie
Mehrere Subs hintereinander mit progressivem Delay nach vorne — bündelt die Energie in Wurfrichtung.
Cardioid SubNiere
Sub-Anordnung mit nierenförmigem Abstrahlverhalten — nach vorne laut, nach hinten leise.
Power AlleyMittelachsen-Verstärkung
Schmale, sehr laute Zone auf der Mittelachse zwischen zwei zu weit auseinander gestellten Subs. Entsteht durch Summierung — auf den Seiten Auslöschungen.
Max SpacingMaximaler Sub-Abstand
d_max = c / (2 × XOVR) = ½ Wellenlänge bei der Crossover-Frequenz. Verhindert Power Alleys.Forward GainVorwärts-Pegelgewinn
Pegelgewinn in Vorwärtsrichtung durch kohärente Summation. End-Fire mit n Subs → 20·log(n) dB. Bei 4 Subs: +12 dB on-axis.
Rear RejectionRückwärts-Dämpfung
Pegelreduktion nach hinten durch destruktive Interferenz. Cardioid und End-Fire reduzieren Sub-Energie hinter der Bühne — schützt Mikros und Backstage.
Polarity InvertPolaritäts-Umkehr
180°-Phasenumkehr eines Signals (Knopf am DSP). Bei Cardioid-Subs auf den rückwärtigen Sub angewendet — kombiniert mit Delay erzeugt es das nierenförmige Pattern.
f_optOptimale Frequenz
Frequenz für maximale Forward-Summation in Cardioid-Setups:
f_opt = c / (4·d). Bei dieser Frequenz +6 dB Forward-Boost. Bei d=0.6m → f_opt ≈ 143 Hz.PatternPolar-Pattern
Räumliche Verteilung der Schallenergie um den Speaker. Cardioid = nierenförmig, End-Fire = keulenförmig vorwärts, Omni = kugelförmig (Subs < 100 Hz).
Polar PlotPolar-Diagramm
2D-Darstellung des Polar-Patterns als Kurve um den Speaker. Konzentrische Ringe = Pegel-Stufen (typisch −6 / −12 / −24 dB), Winkel = Abstrahl-Richtung.
Anschlüsse & Impedanz
Signal-Pegel · Widerstände
ΩOhm
Einheit des elektrischen Widerstands bzw. der Impedanz. kΩ = 1 000 Ω, MΩ = 1 000 000 Ω, mΩ = 1/1000 Ω.
Hi-ZHigh Impedance
Hochohmig. Typisch für Instrumenteneingänge (≥ 1 MΩ) — z.B. E-Gitarre, Bass-Pickups.
Lo-ZLow Impedance
Niederohmig. Standard für Mikrofone (200 – 600 Ω) und Line-Signale.
Mic LevelMikrofon-Pegel
Sehr kleiner Pegel: −60 bis −40 dBV (1 – 10 mV RMS). Braucht Vorverstärkung.
Line Pro+4 dBu
Pro-Audio-Line-Pegel: +4 dBu = 1.228 V RMS. Symmetrisch übertragen via XLR oder TRS.
Line Cons.−10 dBV
Consumer-Line-Pegel: −10 dBV = 316 mV RMS. Üblich bei HiFi-Geräten via Cinch (RCA), unsymmetrisch.
SpeakerVerstärker-Ausgang
+20 bis +40 dBV (10 – 100 V RMS) bei sehr niedriger Quellimpedanz (< 100 mΩ). Speaker-Eingang: 4 – 16 Ω.